Aktuelles

2012-01-20 08:00

„Drei Erbsen hab‘ ich schon“ - Klienten-Fortbildung der PHG Duisburg im SPZ-Homberg erfolgreich gestartet

Schon lange sind sich die Mediziner, die Krankenkassen und behandelndes Personal einig, dass der informierte und aktive Patient bessere Heilungschancen hat als der passive. Dies gilt natürlich und besonders auch bei psychischen Erkrankungen. Um das Wissen und den Informationsstand der Klienten über ihre Krankheit und Krankheitsbilder zu erhöhen, bietet die PHG Duisburg regelmäßig Klienten-Fortbildungen an. In vier Wochen, an insgesamt vier Vormittagen wird geschult und das mit gutem Erfolg.

Erbsen zählen führt zum Erfolg
Erbsen zählen führt zum Erfolg

„Frau Kunze, Frau Kunze, drei Erbsen hab‘ ich schon, ist das nicht toll.“ Mit diesem Satz verabschiedete sich eine Klientin am Nachmittag nach der ersten Fortbildung. Die drei Erbsen stehen für drei schöne Erlebnisse, die sie heute hatte. Sie, die sonst kaum Schönes in der Welt wahrnimmt, sondern sehr unter ihrer Krankheit leidet, die sonst nur das Schlechte und Böse sieht. Wahnsinn, da hat sich die Fortbildung doch schon gelohnt.

Zum Abschluss des ersten Kurses wurde jedem Klienten ein Säckchen mit zehn Erbsen überreicht, richtig - zum Erbsen zählen, nach folgender Methode: Man stecke die Erbsen in die linke Hosentasche und bei jedem schönen Erlebnis nehme man eine Erbse von der linken in die rechte Hosentasche. Am Abend mache man dann Inventur, man zähle die Erbsen in der rechten Hosentasche und erinnere mit ihnen noch einmal die schönen Erlebnisse. Jede Erbse zählt und wenn es am Abend auch mal nur eine sein sollte, war es trotzdem ein Tag mit immerhin einem schönen Erlebnis.

Positiv denken, gesunde Anteile sehen und stärken, schöne Seiten des Lebens bewusst zur Kenntnis nehmen anstatt sie als selbstverständlich zu missachten – das sind wichtige Grundeinstellungen für unser Leben.

Die Kurse werden von unterschiedlichen MitarbeiterInnen der PHG Duisburg mit entsprechender Zusatzqualifika-tion durchgeführt. Die Kurse können von den Klienten einzeln oder im Ganzen besucht werden, eine Anmeldung ist erforderlich, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Nach erfolgreicher Mitarbeit erhalten die Klienten eine Teilnah-mebescheinigung und einen Sack voller Erbsen.

Datum   Thema/Titel       
Referenten
18.01.    „krank & gesund“    (Andrea Kunze u. Birgit Strack)
25.01   „Depression, Angst und Panikattacke“   (Kathrin Gruner u. Tobias Klein)
01.02.   "Trauma und posttraumatische Belastungsstörungen“   (Andrea Kunze u. Birgit Strack)
15.02.   „Persönlichkeitsstörungen“   (Uwe Kloetzing u. Michael Seiltgen)

 

Uhrzeit: jeweils von 9.45-12.15 Uhr; Teilnahmegebühr: kostenlos

Kontakt:
PHG Duisburg - SPZ-Homberg
Wilhelmstraße 23
47198 Duisburg
Telefon: 02066 22788-0

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2012-01-04 08:00

Hohes Ziel für 2012: Inklusion - gleichberechtigte Teilhabe

Die Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) hat sich in einer Resolution ausdrücklich zu den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention bekannt und sich der Inklusion als „handlungsleitende Gesamtstrategie“ für alle Handlungsfelder des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) verpflichtet.

Inklusion
Inklusion: mitten drin und voll dabei

 

In der jetzt in Köln verabschiedeten Erklärung heißt es, die politische Vertretung des LVR werde „den Weg in inklusive Lebensverhältnisse im Rheinland aktiv mitgestalten“. Dies gelte für die Arbeit des LVR als größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderung in Deutschland ebenso wie für die Arbeit in den LVR-Förderschulen, dem Klinikverbund, im Kulturbereich und für den LVR als Arbeitgeber. Inklusion sei strategisches Querschnittsziel für den gesamten LVR.

Dabei spricht sich die Landschaftsversammlung Rheinland für die systematische Einbeziehung von Menschen mit Behinderung als „Experten in eigener Sache“ aus. Von Bund und Ländern erwartet der so genannte „Rheinische Rat“, dass sie ihren Beitrag in diesem Prozess zur Umgestaltung der Gesellschaft leisten. Auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft biete sich der LVR dem Land, der Wohlfahrtspflege und anderen Verbänden als Partner an.

Die Mitglieder der Landschaftsversammlung, die Kommunalpolitikerinnen und -politiker aus den Kreisen und Städten im Rheinland sowie der StädteRegion Aachen, verstehen sich als „Boschafterinnen und Botschafter dieser Resolution in den rheinischen Kommunen“.

Inklusion ist Teil haben und Teil sein; mehr dazu unter www.inklusion.lvr.de

Der vollständige Text der LVR-Resolution ist nachzulesen unter Inklusion LVR-Resolution.

Die UN-Kovention über die Rechte für Menschen mit Behinderung unter UN-Kovention.

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